2. Quartal 2018: Die Sicht der Dinge II

Dienstag, 03. April 2018 um 19:30 Uhr

 

Die Sicht der Dinge II

9 Billionen 460 Milliarden 730 Millionen 472 Tausend 581 Kilometer!
Das ist die Strecke, die ein Lichtstrahl in einem Jahr zurücklegt.

Die Andromeda-Galaxie besteht aus etwa 1000 Milliarden Sternen.
In unserem (sichtbaren) Universum gibt es etwa 200 Milliarden Galaxien.
...
Kosmische Zahlenangaben bereiten uns "Schwierigkeiten", oder treffender ausgedrückt: Sie sagen einem manchmal gar nichts!

Unsere Vorstellungen von Entfernungen und Geschwindigkeiten basieren auf unseren täglichen Erfahrungen. 100 km/h - ja, das kann sich fast jeder vorstellen, der einen Führerschein besitzt. 1000 km kann man sich auch noch ganz gut vorstellen: Einmal die A7 von Flensburg bis in die Alpen.
In diesem Bereich bewegen wir uns.
Der Kosmos ist da irgendwie zu groß für uns!

Im Vortrag "Die Sicht der Dinge" (DSDD) werden astronomische Entfernungen und Größen-Angaben mit Dingen des täglichen Lebens modellhaft dargestellt.
Nun gibt es die Fortführung DSDD II und neue Modelle werden vorgestellt, die uns helfen sollen astronomische Größen besser zu begreifen.

Wie groß wäre wohl unsere Milchstraße, wenn Sterne so groß wie Viren wären?

2. Quartal 2018: Mars - Wie wir dort einmal werden leben können

Dienstag, 17. April 2018 um 19:30 Uhr

 

Mars - Wie wir dort einmal werden leben können

„Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.“
(Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, Raumfahrtpionier)

Irgendwann einmal werden wir die Erde verlassen und neue Planeten besiedeln, sei es, weil wir es so wollen oder weil wir es müssen.

Der Mars ist unser nächster äußerer Nachbarplanet. Es gibt dort reichlich Wassereis. Vor langer Zeit einmal war es flüssig und Mars hatte eine dichtere Atmosphäre.
So könnte es wieder sein - wenn man mit technischer Hilfe massiv in die geologischen und atmosphärischen Strukturen des Mars eingreift. Terraforming nennt man das dann.

Terraforming - die Umformung eines Himmelskörpers in eine "zweite Erde".
Ausprobiert wurde das noch nicht. Der Mars wäre aber ein aussichtsreicher Kandidat. Terraforming benötigt allerdings Zeit - viel Zeit.
Solange man warten muss, bis man auf dem Mars die Nase in den Wind halten kann, müsste man in künstlichen Biosphären leben. Das könnten große Kuppeln sein, riesige Gewächshäuser, in denen Pflanzen gedeihen und Menschen leben und arbeiten könnten.

Und es herrscht bereits Aufbruchstimmung. Auf dem Mars fahren mehr Roboter herum als auf irgendeinem anderen Erdnachbarn. In mehr als 40 Jahren gab es über 20 erfolgreiche Mars-Missionen. Der Mars ist inzwischen recht gut erforscht.

Ob die ersten Siedler allerdings "echte" Astronauten sein werden, ist nicht ganz klar. Ein holländisches Unternehmen möchte bis 2027 Menschen zum Mars schießen. Die wissenschaftliche Forschung steht dabei allerdings weniger im Vordergrund. Mars One - so der Name des Projekts - wird im Stile einer Reality-Show das Leben und Treiben der Teilnehmer im Pay TV dokumentieren.
Eine Rückkehr ist übrigens nicht geplant. Das wäre wohl zu teuer.
Vielleicht möchte man das ja aber auch gar nicht.
Der Marshimmel erscheint orange, Sonnenuntergänge hingegen eher blau. Alles dort ist eben etwas anders...