3. Quartal 2018: Die Sicht der Dinge II

Dienstag, 03. Juli 2018 um 19:30 Uhr

 

Die Sicht der Dinge II

9 Billionen 460 Milliarden 730 Millionen 472 Tausend 581 Kilometer!
Das ist die Strecke, die ein Lichtstrahl in einem Jahr zurücklegt.

Die Andromeda-Galaxie besteht aus etwa 1000 Milliarden Sternen.
In unserem (sichtbaren) Universum gibt es etwa 200 Milliarden Galaxien.
...
Kosmische Zahlenangaben bereiten uns "Schwierigkeiten", oder treffender ausgedrückt: Sie sagen einem manchmal gar nichts!

Unsere Vorstellungen von Entfernungen und Geschwindigkeiten basieren auf unseren täglichen Erfahrungen. 100 km/h - ja, das kann sich fast jeder vorstellen, der einen Führerschein besitzt. 1000 km kann man sich auch noch ganz gut vorstellen: Einmal die A7 von Flensburg bis in die Alpen.
In diesem Bereich bewegen wir uns.
Der Kosmos ist da irgendwie zu groß für uns!

Im Vortrag "Die Sicht der Dinge" (DSDD) werden astronomische Entfernungen und Größen-Angaben mit Dingen des täglichen Lebens modellhaft dargestellt.
Nun gibt es die Fortführung DSDD II und neue Modelle werden vorgestellt, die uns helfen sollen astronomische Größen besser zu begreifen.

Wie groß wäre wohl unsere Milchstraße, wenn Sterne so groß wie Viren wären?

3. Quartal 2018: Is There Anybody Out There?

Dienstag, 17. April 2018 um 19:30 Uhr

 

Die Drake-Formel und die Wahrscheinlichkeit E. T. zu finden.

Frank Drake, ein US-amerikanischer Astrophysiker, entwarf zu Beginn der 60er Jahre eine Formel, die zunächst eigentlich nur als Ersatz für ein Programm-Heft der ersten SETI1-Konferenz dienen sollte. Der Gag eines Physikers!

Die Faktoren der Drake-Formel beschreiben der Reihe nach die Wahrscheinlichkeiten derjenigen Bedingungen, die für die Entwicklung intelligenten extraterrestrischen Lebens (möglicherweise) notwendig sind.

Der wissenschaftliche Gehalt dieser Formel ist sehr umstritten und die meisten der einzelnen Faktoren sind nach aktuellem Stand der Forschung nahezu unbestimmbar. Dennoch polarisiert die Formel, bietet sie doch eine gute Basis, sich über die Bedingungen, die für die Entstehung von Leben bzw. intelligentem Leben anderswo gegeben sein müssten, auszutauschen.

Wir wissen ja noch nicht einmal genau, wie das Leben auf der Erde entstand. Wir wissen aber, dass sich im Laufe der Zeit etwa 50 Milliarden Arten entwickelten - teilweise unter lebensfeindlichen Bedingungen.
Das lässt doch hoffen!

Im Vortrag wird auf die einzelnen Faktoren der Drake-Formel näher eingegangen. Aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf die Anzahl der für die Entwicklung von Leben möglicherweise geeigneten Sterne, deren habitabler Zonen und die bisher entdeckten Exoplaneten2 werden erläutert.

Inzwischen hat man die Existenz von fast 4000 Exoplaneten nachweisen können.

Wie man Anzeichen außerirdischen Lebens von unserer Erde aus entdecken könnte wird in aller Kürze behandelt - wir müssen ja erst einmal berechnen, wie viele es gibt!

Die Einschätzung der Drake'schen Faktoren ist geprägt von der individuellen Einstellung: Bei Optimisten leben Außerirdische womöglich "an jeder Ecke" unserer Milchstraße, die härtesten Pessimisten werden hingegen nur auf EINE kommen.

Jeder Besucher bekommt die Möglichkeit, SEINE eigenen Werte in die Drake-Formel einzusetzen und kann somit einmal berechnen, wieviele E. T.'s es denn nun sind.

Man darf gespannt sein, was dabei heraus kommt.


1 SETI: Search for extraterrestrial intelligence (Suche nach außerirdischer Intelligenz)

2 Exoplanet: Planet der einen anderen Stern - also nicht unsere Sonne - umkreist.