Vorträge von Andree Rossow:

Die Sicht der Dinge II (Dienstag, 03. Juli 2018)

9 Billionen 460 Milliarden 730 Millionen 472 Tausend 581 Kilometer!
Das ist die Strecke, die ein Lichtstrahl in einem Jahr zurücklegt.

Die Andromeda-Galaxie besteht aus etwa 1000 Milliarden Sternen.
In unserem (sichtbaren) Universum gibt es etwa 200 Milliarden Galaxien.
...
Kosmische Zahlenangaben bereiten uns "Schwierigkeiten", oder treffender ausgedrückt: Sie sagen einem manchmal gar nichts!

Unsere Vorstellungen von Entfernungen und Geschwindigkeiten basieren auf unseren täglichen Erfahrungen. 100 km/h - ja, das kann sich fast jeder vorstellen, der einen Führerschein besitzt. 1000 km kann man sich auch noch ganz gut vorstellen: Einmal die A7 von Flensburg bis in die Alpen.
In diesem Bereich bewegen wir uns.
Der Kosmos ist da irgendwie zu groß für uns!

Im Vortrag "Die Sicht der Dinge" (DSDD) werden astronomische Entfernungen und Größen-Angaben mit Dingen des täglichen Lebens modellhaft dargestellt.
Nun gibt es die Fortführung DSDD II und neue Modelle werden vorgestellt, die uns helfen sollen astronomische Größen besser zu begreifen.

Wie groß wäre wohl unsere Milchstraße, wenn Sterne so groß wie Viren wären?

Trappist One - Ein kosmischer Garten Eden? (Dienstag, 05. September 2017)

Ende der Neunziger waren Entdeckungsmeldungen von Exoplaneten eine Schlagzeile wert.
Die Suche nach einer zweiten Erde hatte begonnen.
Die Anzahl der entdeckten Exoplaneten nahm in den Jahren danach stetig zu.
Konnten technologisch bedingt zunächst nur große Planeten entdeckt werden - meist sog. Hot Jupiters - ist es inzwischen auch möglich erdgroße Exoplaneten aufzuspüren.
Die Anzahl der erdähnlichen Kandidaten ist bereits recht ansehnlich und es darf geträumt werden: Gibt es dort womöglich Leben?

Nun wurde ein System von gleich sieben erdähnlichen Planeten entdeckt, die um einen Roten Zwergstern kreisen: Trappist-1. Gleich drei von ihnen liegen innerhalb der habitablen Zone - diejenige Zone eines Sternensystems, in der Leben prinzipiell möglich wäre.
Das ist schon sensationell und zumindest bis jetzt außergewöhnlich.
Was das System aber noch bemerkenswerter macht, ist die wissenschaftliche Annahme, dass es womöglich viel besser für die Entwicklung von Leben geeignet ist, als die Erde selbst.

Wer hätte das gedacht! Bis vor Kurzem vermutete man, wir sind womöglich allein und das All ist insgesamt ein lebensfeindlicher Ort. Und nun stellen wir fest, dass es "da draußen" Orte gibt, an denen es sich vielleicht noch viel besser leben ließe.
Was mag da wohl los sein?

Noch ist Trappist-1 ein Einzelfall, aber vielleicht müssen wir bald einsehen, dass die Erde kein besonderes kosmisches Fleckchen ist und die Bedingungen für die Entwicklung von Leben an vielen Ecken gegeben und teils sogar besser sind.

Das System Trappist-1 ist der Protagonist des Vortrags.

Alles oder nichts? Das Universum (25. Oktober 2016)

Soooo viele Sterne!
Am Himmel sieht es voll aus. Trillionen Sterne in Milliarden Galaxien und unvorstellbare Weiten.

Es gibt einige Versuche, mit Modellen das Weltall zu beschreiben.
Ich versuche es in diesem Vortrag erneut - und anders.
Erstaunliche Erkenntnisse ergeben sich, wenn man das Verhältnis von Weltraum-Größe und Materie heranzieht und anschaulich darstellt.

Noch interessanter sind Berechnungen zu schwarzen Löchern, wenn man die gesamte (bekannte) Materie heranzieht.

Ungewöhnliche Einsichten sind die Folge, die Sie in dieser Weise sehr wahrscheinlich noch nicht kennen werden.

Mars - Wie wir dort einmal werden leben können (17. April 2018)

Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.
(Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, Raumfahrtpionier)

Irgendwann einmal werden wir die Erde verlassen und neue Planeten besiedeln, sei es, weil wir es so wollen oder weil wir es müssen.

Der Mars ist unser nächster äußerer Nachbarplanet. Es gibt dort reichlich Wassereis. Vor langer Zeit einmal war es flüssig und Mars hatte eine dichtere Atmosphäre.
So könnte es wieder sein - wenn man mit technischer Hilfe massiv in die geologischen und atmosphärischen Strukturen des Mars eingreift. Terraforming nennt man das dann.

Terraforming - die Umformung eines Himmelskörpers in eine "zweite Erde".
Ausprobiert wurde das noch nicht. Der Mars wäre aber ein aussichtsreicher Kandidat. Terraforming benötigt allerdings Zeit - viel Zeit.
Solange man warten muss, bis man auf dem Mars die Nase in den Wind halten kann, müsste man in künstlichen Biosphären leben. Das könnten große Kuppeln sein, riesige Gewächshäuser, in denen Pflanzen gedeihen und Menschen leben und arbeiten könnten.

Und es herrscht bereits Aufbruchstimmung. Auf dem Mars fahren mehr Roboter herum als auf irgendeinem anderen Erdnachbarn. In mehr als 40 Jahren gab es über 20 erfolgreiche Mars-Missionen. Der Mars ist inzwischen recht gut erforscht.

Ob die ersten Siedler allerdings "echte" Astronauten sein werden, ist nicht ganz klar. Ein holländisches Unternehmen möchte bis 2027 Menschen zum Mars schießen. Die wissenschaftliche Forschung steht dabei allerdings weniger im Vordergrund. Mars One - so der Name des Projekts - wird im Stile einer Reality-Show das Leben und Treiben der Teilnehmer im Pay TV dokumentieren.
Eine Rückkehr ist übrigens nicht geplant. Das wäre wohl zu teuer.
Vielleicht möchte man das ja aber auch gar nicht.
Der Marshimmel erscheint orange, Sonnenuntergänge hingegen eher blau.
Alles dort ist eben etwas anders...

Das Weltall in der Hosentasche (Dienstag, 24. Februar 2018)

Morgens früh aufstehen. Es ist noch dunkel und kalt. Mit dem Auto zur Arbeit. Mittagspause. Der Magen knurrt - kleiner Snack. Kurz raus an die frische Luft. Es regnet und stürmt. Endlich Feierabend. Wo ist der Schlüssel? Gefunden!!! Einen Freund besuchen. Mist - verfahren! Abends endlich ein wenig fernsehen. Schlafen.

Im täglichen Leben denkt man nicht an das Weltall. Warum auch? Es scheint ja weit weg zu sein und was "da oben" vor sich geht, hat ohnehin keinen Einfluss auf mich.

Weit gefehlt! Bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass astronomische und kosmische Einflüsse und Gesetze unser Leben großteils bestimmen.

Der Tag hat 24 Stunden. Die Erdrotation bestimmt den Tag.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Erdachse steht schief.
Goldring am Finger, Schlüsselbund aus Metall. Alles Elemente, entstanden in Sternen und durch Sternenexplosionen.
Navi im Auto. GPS-Satelliten in 20.000 km Höhe versorgen uns mit Daten.
Cheeseburger zu Mittag. Die Kalorien liefert unsere Sonne.
Und abends CSI gucken. Das Fernsehsignal stammt vom Satelliten.
Und wir selbst? Würde es uns geben, wenn die Dinos nicht durch eine kosmische Katastrophe ausgelöscht worden wären?

Die Physik von Star Trek (18. Feb. 2014)

„Scotty, beam me up!“ Seit den 60er Jahren fasziniert die Science-Fiction Serie  Star Trek die Menschen.

Das Beamen, Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit (Warpantrieb) und Zeitreisen sind kein Problem für Captain Kirk und die Enterprise.

Ist das alles Quatsch oder sind solche Technologien nach heutigem Stand der Physik theoretisch möglich? Dieser Vortrag soll einige Antworten geben.

Is There Anybody Out There? (25. September 2018)

Die Drake-Formel und die Wahrscheinlichkeit E. T. zu finden.

Frank Drake, ein US-amerikanischer Astrophysiker, entwarf zu Beginn der 60er Jahre eine Formel, die zunächst eigentlich nur als Ersatz für ein Programm-Heft der ersten SETI1-Konferenz dienen sollte. Der Gag eines Physikers!

Die Faktoren der Drake-Formel beschreiben der Reihe nach die Wahrscheinlichkeiten derjenigen Bedingungen, die für die Entwicklung intelligenten extraterrestrischen Lebens (möglicherweise) notwendig sind.

Der wissenschaftliche Gehalt dieser Formel ist sehr umstritten und die meisten der einzelnen Faktoren sind nach aktuellem Stand der Forschung nahezu unbestimmbar. Dennoch polarisiert die Formel, bietet sie doch eine gute Basis, sich über die Bedingungen, die für die Entstehung von Leben bzw. intelligentem Leben anderswo gegeben sein müssten, auszutauschen.

Wir wissen ja noch nicht einmal genau, wie das Leben auf der Erde entstand. Wir wissen aber, dass sich im Laufe der Zeit etwa 50 Milliarden Arten entwickelten - teilweise unter lebensfeindlichen Bedingungen.
Das lässt doch hoffen!

Im Vortrag wird auf die einzelnen Faktoren der Drake-Formel näher eingegangen. Aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf die Anzahl der für die Entwicklung von Leben möglicherweise geeigneten Sterne, deren habitabler Zonen und die bisher entdeckten Exoplaneten2 werden erläutert.

Bald werden es über 1000 Exoplaneten sein, deren Existenz nachgewiesen sein wird.

Wie man Anzeichen außerirdischen Lebens von unserer Erde aus entdecken könnte wird in aller Kürze behandelt - wir müssen ja erst einmal berechnen, wie viele es gibt!

Die Einschätzung der Drake'schen Faktoren ist geprägt von der individuellen Einstellung: Bei Optimisten leben Außerirdische womöglich "an jeder Ecke" unserer Milchstraße, die härtesten Pessimisten werden hingegen nur auf EINE kommen.

Jeder Besucher bekommt die Möglichkeit, SEINE eigenen Werte in die Drake-Formel einzusetzen und kann somit einmal berechnen, wieviele E. T.'s es denn nun sind.

Man darf gespannt sein, was dabei heraus kommt.


1 SETI: Search for extraterrestrial intelligence (Suche nach außerirdischer Intelligenz)

2 Exoplanet: Planet der einen anderen Stern - also nicht unsere Sonne - umkreist.

Kuriositäten der Raumfahrt (16. Juni 2015)

 

Wer hätte das gedacht! Die Astronauten-Elite der USA fliegt in den 60ern und 70ern zum Mond und was ziert eine Wand im Raumschiff? - ein Nacktfoto von Dede Lind, Playmate der Augustausgabe des Playboy von 1967.

Wäre so etwas auch passiert, wenn es Astronautinnen gewesen wären? Der Gedanke ist gar nicht so abwegig, denn – was kaum einer weiß – dreizehn mutige Amerikanerinnen erfüllten alle Bedingungen der NASA, den waghalsigen Trip zum Mond zu absolvieren. Am Ende „durften“ sie nicht!

Zum Glück entschied sich die NASA beim Raketenantrieb für Kerosin und Sauerstoff bzw. Wasserstoff und Sauerstoff. Wäre das „Orion-Projekt“ zu Beginn der 60er Jahre realisiert worden, dann wären die Astronauten durch Schockwellen von unter ihnen gezündeten Atombomben ins All befördert worden. Atombomben!!!

„Adannish lu shulmu“ bedeutet „Möge es allen gut gehen“ auf akkadisch. Sollten irgendwann einmal Außerirdische, sofern es sie gibt (Das ist ein anderer Vortrag!), auf eine der beiden Voyager-Sonden treffen, die in den 70ern in die Weiten des Alls gestartet wurden, dann könnten sie diese Grußbotschaft hören, wenn sie denn in der Lage sind, die mitgeführte Schallplatte abzuspielen. Sollten sie das nicht verstehen können, so bleiben noch 54 weitere Grußbotschaften in anderen Sprachen, sowie ein wenig Musik und einige schöne Bilder von unserem Heimatplaneten.

Vor 50 Jahren flog der erste Mensch ins All. Das war ein Riesenabenteuer und damals eine technische Meisterleistung. Ab 2018 kann man voraussichtlich einen Flug um den Mond buchen. Für 150 Mio. Dollar wäre man mit von der Partie.
Ein wenig preisgünstiger ginge es wohl mit einem Weltraumfahrstuhl. Leider muss man aber auf die Realisierung noch etwas länger warten. Irgendwann wird es ihn aber sicherlich geben und dann wird er 1,2 Mio "Stockwerke" überbrücken.

 

Die Sicht der Dinge (20. Februar 2018)

Wie groß ist eigentlich unser Universum (und die Dinge darin)?
Im Universum soll es 70 Trilliarden Sterne geben! Das ist eine Sieben mit 22 Nullen! Und gibt es somit wirklich mehr Sterne in unserem Universum als Sandkörner auf der Erde? -
Selbst eine Billion Atome auf einem 'Haufen' kann man mit dem bloßen Auge (normalerweise) noch nicht sehen.
Solch große Zahlen begegnen uns nicht im täglichen Leben - man kann sich darunter nichts mehr vorstellen.
Wie soll man diese Dimensionen des ganz Großen und ganz Kleinen überhaupt begreifen? Geht nicht? Vielleicht ja doch!
Im Vortrag "Die Sicht der Dinge" werden der Mikro- und der Makrokosmos auf ungewöhnliche Weise betrachtet. Wie sähe es beispielsweise aus, wenn die Sonne nur die Größe eines Kirschkerns (oder eines Sandkorns) hätte? Ein Atomkern als Kirschkern? Wie groß wäre ein Mensch, wenn er aus Legosteinen statt aus Atomen bestehen würde?
Mit Hilfe ausgefallener Darstellungsweisen gelingt es vielleicht doch, die unglaubliche Größe des Universums und die unfaßbare Winzigkeit von Atomen ein wenig zu verstehen.

Öffnet internen Link im aktuellen Fenster  Hier weitere, noch detailliertere Infos zum Vortrag!